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Sächsische Schweiz für Gourmets: Das Restaurant Sendig in Bad Schandau

Das Auge isst mit, auch das fremde: Wer wissen will, was den Gästen des Gourmetrestaurants Sendig serviert wird, braucht nur zum Marktplatz von Bad Schandau zu laufen und einen Blick durch die blitzblanken Scheiben ins Innere zu werfen. Direkt dahinter steht die erste Tischreihe - weiße Decken und lodernde Kerzen, schwere Stühle und rote Ledersofas, Rosensträuße in großzügigen und Grashalme in kleinen Glasvasen.

Schlichte, vornehme Eleganz dominiert. Wer wissen will, wie es im „Sendig" schmeckt, kann das vielleicht an den Gesichtern der Gäste ablesen. Noch besser ist ein Test - hereinspaziert also in das neue Nobelrestaurant in der Sächsischen Schweiz. Es ist Sonntag und der erste reguläre Öffnungstag. Erst drei Tage zuvor war das Hotel „Elbresidenz" eingeweiht worden, zu dem das „Sendig" gehört.

Gaumenfreuden. Küchenchef im „Sendig" ist André Tienelt. Mit 25 kann der gebürtige Sachse bereits auf eine erstaunliche Karriere zurückblicken: zuletzt stand er in Diensten von Dieter Müller, dem Drei-Sterne-Koch aus Bergisch Gladbach. Die freundliche Serviererin empfiehlt das Eröffnungsmenü - sechs Gänge nebst korrespondierenden Weinen und Wasser für 150 Euro. Selbstredend gibt es neben dem Menüvorschlag noch eine Auswahl an Speisen und Desserts. Schier überwältigend ist die Weinkarte mit annähernd 200 verschiedenen Tropfen. Da verlassen wir uns dann doch lieber auf die Empfehlung der Experten und entscheiden uns für das Menü. Anstandslos akzeptiert die Serviererin auch unseren Wunsch, das Gericht zu teilen - hier drei Gänge, dort drei Gänge. Das Amusebouche bekommen beide, das Trio von Steinpilzsüppchen, Saibling und Tomatengelee stimmt wunderbar auf die folgenden Gaumenfreuden ein. Los geht es mit einer Terrine von der Gänsetopfleber, zu der ein goldgelber, edelsüßer Sauternes-Wein ausgeschenkt wird. Die Kombination ist ebenso stimmig wie die von den gebratenen (und butterweichen) Jakobsmuscheln mit dem fruchtig-herben Weißen vom Weingut Wittmann. Weiter geht es hier mit einem lauwarmen Hummer an einer delikaten Zitronengras-Nage und da mit Rücken vom sächsischen Reh mit Erbsenpüree und gefülltem Kartoffelknödel. Das Reh zergeht auf der Zunge, die tiefdunkle Soße ist an Aroma nicht zu übertreffen. In den Gläsern befinden sich diesmal ein portugiesischer Alentjeo und ein spanischer Rioja, letzter aus dem Dekanter serviert. Den Abschluss bilden eine Auswahl an Rohmilchkäse und ein Parfait von Araguani-Schokolade, dessen Anblick bereits ein Fest fürs Auge ist. Am Ende fühlt man sich matt, zufrieden und glücklich - wie nach der Besteigung eines neuen Gipfels.   

6. September 2007, S. Klameth (plusz Sächsische Zeitung)

 


Pressekontakt:


Elbresidenz Bad Schandau
Viva Vital & Medical SPA
Markt 1-11
01814 Bad Schandau

Tel: +49 (0) 35022 919-0


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