Jüngster Sterne-Koch Sachsens zu Gast im BSZ

 
Bad Schandauer Spitzenkoch Andre Tienelt stellt sich Dresdner Gastronomieschülern

Das Berufliche Schulzentrum für Gastgewerbe Dresden „Ernst Lößnitzer“ hat sich erneut einen sehr prominenten Gast ins Haus eingeladen. Anlässlich des Tages der offenen Tür, den die führende Gastronomieschule Dresdens traditionell von 9:00 bis 13:00 Uhr am letzten Samstag (30.1.) im Januar durchführt, begrüßt sie als Ehrengast keinen Geringeren als Andre Tienelt, den frisch gekürten Sternekoch des Gourmet-Restaurants „Sendig“ im Hotel Elbresidenz Bad Schandau.

Der 28-jährige geborene Freitaler schwankte bei seiner Berufswahl nach eigener Aussage „lange zwischen einer Ausbildung als Kfz-Mechaniker oder aber als Koch“. Schließlich klappte es mit einer Berufsausbildung zum Koch im „Erbgericht Cunnersdorf“. Eigentlich wollte er sich lieber in einem renommierten Hotel in Dresden ausbilden lassen, doch keine seiner zahlreichen Bewerbungen hatte Erfolg. Im Nachhinein sieht er es heute als großen Glücksfall, dass er „nur“ in einem Landgasthof lernen und arbeiten durfte. Hier musste jeder alles machen. So lernte Tienelt das komplette Angebot einer Speisekarte kochen, egal ob der Gast Fisch, Wild, Schweinefleisch oder Geflügel bestellte.

Nach dieser soliden Ausbildung zog es ihn für zweieinhalb Jahre ins „Taschenbergpalais Kempinski“ nach Dresden. Einem kurzen Intermezzo beim ehemaligen Sternekoch Mario Pattis folgten zwei Jahre als Sous-Chef im 5-Sterne-Hotel Hyatt Regency in Köln. Für ein zweiwöchiges Praktikum beim Sternekoch Dieter Müller opferte er sogar seinen Urlaub, was bei seiner Lebensgefährtin Anne keine große Freude auslöste. Aber der zielstrebige und sympathische junge Mann weiß, was er will. „Von nichts kommt nichts“, lautet sein Motto. „Wenn man hart für seine Ziele arbeitet, stellt sich irgendwann der Erfolg ein, manchmal eher, manchmal etwas später.“

Zugeflogen ist ihm nichts. Also kümmert er sich mit Detailversessenheit darum, ob und wie ein Kerbelblatt den Teller dekoriert, durchdenkt und verkostet bis ins Letzte, wie viel Trüffel an die Speise darf. Er weiß, dass er nicht immer jedermanns Geschmack treffen wird, aber er fordert von sich eine klare Linie. Beispielsweise kommen Thunfische nicht auf die Speisekarte, da sie vom Aussterben bedroht sind. Dafür empfiehlt er Forellen, deutsche Edelkrebse, Saiblinge oder Störe, alles ganz frisch, weil direkt vom Züchter aus der Umgebung. Mit einigen Schäfern tauscht er sich sogar über das Futter für die Tiere aus, da dies wiederum geschmacksbildend für deren Fleisch ist.

Obwohl André Tienelt beruflich sehr engagiert ist, widmet er sich in der freien Zeit ausgiebig seiner kleinen Familie. Ob der jetzt eineinhalbjährige Moritz oder dessen im März zur Welt kommendes Brüderchen einmal in seine Fußstapfen als Sternekoch treten oder doch der Mutter ins Hotelfach folgen werden, ist für ihn nicht zwingend. „Das sollen sie eines Tages selbst entscheiden.“

Seit der Eröffnung des Restaurants „Sendig“ im August 2007 ist Tienelt dort Küchenchef. Sein damaliges Ziel, das „Sendig“ zum Gourmet-Restaurant zu entwickeln, ist ihm nun erfolgreich mit dem „Paukenschlag Michelinstern“ gelungen. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung stieg es zum so genannten Hoffnungsträger auf einen Michelin-Stern auf. Allein im letzten Jahr waren die gefürchteten Kritiker achtmal zum Testen gekommen und entschieden sich dann letztendlich Ende November für die Vergabe eines der begehrten Sterne. Im Gault Millau rangiert das „Sendig“ mit 15 Punkten auf Platz 6 der besten Restaurants Sachsens.


Pressekontakt:


Elbresidenz Bad Schandau
Viva Vital & Medical SPA
Markt 1-11
01814 Bad Schandau

Tel: +49 (0) 35022 919-0


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